Der alte Leipziger Bahnhof in Dresden-Neustadt war nicht nur der erste Bahnhof in Dresden (1839), sondern tatsächlich der erste Fernreisebahnhof im deutschsprachigen Raum, der die Stadt mit Leipzig verband. Ab 1901 wurden nur noch Güterzüge am Standort abgefertigt. 1943 fuhren zwei Deportationszüge vom Leipziger Bahnhof ab. Nach 1945 waren die Russischen Streitkräfte auf dem Gelände und zogen nach dem Fall der Bauer ab. Ab da und bis ca. 2005 gehörte das Gelände der Deutschen Bahn, danach erwarb es die Globus Holding. Geplant war eigentlich ein riesiger Einkaufsmarkt mit Parkplatz, dies wurde allerdings durch Proteste der Stadtteilrät*innen und Bürger*innen letztendlich doch abgelehnt. Ein Ausweichstandort wurde für Globus ausgemacht und die Stadt will das Gelände über die SachsenEnergie erwerben.
Um die zukünftige Gestaltung des Geländes wird schon lange gerungen. Zuletzt entschied sich eine Jury für einen Entwurf, der durch einen öffentlichen Beteiligungsprozess beeinflusst wurde.
Aktuell befinden sich mehrere Orte (Hanse3, Blaue Fabrik, Synagoge, Wagenplatz) in Duldung auf dem Gelände oder habe teilweise Verträge mit Eigentümer*innen.